Du möchtest deinem Kind aus der WIndel helfen, aber wenn du das Thema ansprichst, hörst du nur Dinge, wie:
- die Initiative muss von deinem Kind ausgehen
- wenn du zu früh anfängst mit dem "trocken werden", dann klappt irgendwann gar nichts mehr
- Kinder brauchen Hirnreife um "trocken" oder "sauber" werden zu können
- wenn es bei euch noch nicht klappt, kann dein Kind seine Schließmuskeln noch nicht kontrollieren
- du darfst keinen Druck auf das Kind ausüben
Warum ist das gesellschaftlicher Konsens und wir sehen dabei zu, wie unsere Kinder immer später aus der Windel kommen, wie der Windelabschied immer schwerer wird und es Kinder gibt, die es bis
weit ins Grundschulalter hinein gar nicht schaffen, die Windel loszuwerden?
Einerseits mag es daran liegen, dass die Beschäftigung mit unseren Ausscheidungen nicht gesellschaftsfähig ist, andererseits auch daran, dass leider nur noch wenige Kinder Stoffwindeln tragen und
die Nutzung von Wegwerfwindeln einfach und bequem ist. Es gibt gar keinen Grund Kindern frühzeitig aus der Windel zu helfen und für die Windelindustrie ist es ein Milliardenmarkt und je länger
Kinder Windeln tragen, desto mehr Geld kann eingenommen werden..
Gleichzeitig ist es aber auch so, dass kein Kind mit Windeln geboren wird. Wir als Erwachsene gewöhnen unseren Kinder das Windeltragen an und ignorieren (ob aus Unwissenheit oder aus anderen
Gründen, das ist nicht wirklich relevant) in den ersten Lebensmonaten alle Zeichen des Kindes nicht in die Windel ausscheiden zu wollen weg. Dennoch erwarten wir dann wenige Monate oder Jahre
später, wenn das Kind erfolgreich an die Windel gewöhnt ist, dass es morgens aufsteht und sagt, dass es keine Windel mehr möchte.
Dies mag bei einigen Kindern klappen, aber die meisten Kinder sind von dieser Erwartungshaltung überfordert und können dies nicht leisten. Die immmer wieder beschworene Hirnreife und die
Schließmuskelkontrolle bringen Kinder von Geburt an mit. Deshalb funktioniert abhalten ab Geburt so wunderbar. Kinder brauchen schlichtweg Hilfe von uns Erwachsenen um aus der Windel heraus zu
kommen, in die wir sie hineingebracht haben.
Töpfchentraining, wie es noch vor einigen Jahrzehnten an der Tagesordnung war, ist schädlich, das wissen wir inzwischen. Aber ein Kind bedürfnisorientiert auf seinem Weg in die Windelfreiheit zu
begleiten, hat rein gar nichts mit einem Töpfchentraining zu tun. Auch dann wenn die Initiative nicht vom Kind ausging.
Ich begleite dich und dein Kind auf eurem gemeinsamen Weg in die WIndelfreiheit.